Nur eine gesunde, gut genährte Schildkröte darf in die Winterstarre. Die TVT rät, sie rechtzeitig vorher einer spezialisierten Praxis vorzustellen (TVT, Merkblatt Nr. 177 Griechische Landschildkröte (2017)), das Royal Veterinary College empfiehlt den Check jedes Jahr im Herbst – mit Kotprobe, damit sie nicht mit vielen Parasiten in den Winter geht (Royal Veterinary College, Tortoise Hibernation (2024)). Ein Ratgeber für Tiermedizinische Fachangestellte nennt dafür spätestens sechs Wochen vor dem Einwintern, also Ende August oder Anfang September (tfa-wissen.de, Wintercheck für mediterrane Landschildkröten).
Wie lange sie vorher fasten soll, legt die Praxis fest. Die Fachquellen widersprechen sich hier deutlich: von einer Woche warmer Verdauungszeit bis zu sechs Wochen je nach Größe, und manche raten, Futter bis zum letzten aktiven Tag anzubieten (Royal Veterinary College, Tortoise Hibernation (2024), SIGS, Überwinterung von europäischen Land- und Wasserschildkröten (Testudo 30/3, 2021)). Einig sind sich alle: langsam abkühlen, über zwei bis drei Wochen, nicht von heute auf morgen (synlab.vet, Merkblatt Winterruhe bei Landschildkröten, tfa-wissen.de, Wintercheck für mediterrane Landschildkröten).
Nicht in die Winterstarre gehören kranke und untergewichtige Tiere sowie Tiere, die im Vorjahr ernsthaft krank waren. Sie überwintern drinnen, warm und beleuchtet (Royal Veterinary College, Tortoise Hibernation (2024), TVT, Merkblatt Nr. 177 Griechische Landschildkröte (2017)).


